EDAPRO – stärkt Pflanzen, belebt den Boden

Hallo Andy, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei EDAPRO kurz vor:

Hallo, ich bin Andy und gemeinsam mit Lorenz und Adrian arbeite ich für unser Start-up EDAPRO GmbH. Lorenz ist aktuell an seinem Masterabschluss zum Umweltingenieur, Adrian ist Landwirt und ich komme aus dem wirtschaftlichen Bereich (Business Development). Mit EDAPRO wollen wir die Pflege unser aller Böden ein wenig nachhaltiger und natürlicher gestalten.

Vielleicht möchtest Du uns ganz zu Beginn Euer Startup kurz vorstellen ?

Wir sind EDAPRO GmbH. Unser Start-up ist in der Schweiz in Zürich und Luzern beheimatet. Wir sind im Bereich der Bodenmikrobiologie tätig und wollen mit unseren Produkten und Services wirtschaftlichen Nutzern von Böden eine weitere Möglichkeit bieten Ihren Boden nachhaltig und natürlich zu schützen sowie die Pflanzen darin zu stärken. Dies bewerkstelligen wir mit einer Flüssigkeit, welche sich Komposttee nennt. Komposttee wird mit Wasser, ein wenig Mikroben Substrat, ein wenig Mikroben Nahrung und einem Brausystem (am besten eines von uns) hergestellt. Wir bieten also Brausysteme, alles notwendige für die Herstellung von Komposttee sowie Beratung im Bereich des Bodens an. EDAPRO besteht aktuell aus drei Personen. Lorenz, Adrian und Andy.

Welches Problem wollt Ihr mit EDAPRO lösen ?

Es wird immer klarer, dass viele der verwendeten Pestizide nicht ganz unbedenklich sind. Vor allem das Grundwasser leidet darunter. Dadurch aber natürlich auch wir, weil alles ein Kreislauf ist.

Um einen weiteren Schritt weg von den Pestiziden zu machen, braucht es alternative Lösungen und Angebote, damit die Nutzer der Böden eine Möglichkeit bekommen weg von den aktuell noch genutzten Pestiziden zu kommen.

Hier setzt EDAPRO an. Wir sind überzeugt, dass ein gesunder Boden ein gesundes Bodenleben aufweisen muss. Da geht es nicht nur um Würmer sondern wir meinen damit vor  allem die ganz kleinen Lebewesen. Die Mikroorganismen im Boden. Diese wollen wir stärken. Denn diese haben einen relevanten Einfluss auf die Fähigkeit der Pflanze Nährstoffe aufzunehmen.

Wie ist die Idee zu EDAPRO entstanden ?

Lorenz, Adrian und Ludwig (nicht mehr aktiv aber noch als Mentor tätig) haben sich vor gut fünf Jahren im Studium zum Umweltingenieur kennengelernt und gemeinsam an der Zürcher Fachhochschule auf Mikroorganismen und Komposttee geforscht. Daraus ist EDAPRO entstanden.

Wie würdest Du Deiner Großmutter EDAPRO erklären ?

Alles in der Natur ist aufeinander abgestimmt. Jedes, auch die super kleinen Lebewesen, haben eine relevante Funktion für das Grosse und Ganze. Wir tragen dazu bei, dieses Gleichgewicht im Bereich der Böden, zum Beispiel in deinem Garten, beizubehalten.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Das Konzept ist immer noch das gleiche, somit würde ich das nicht unbedingt Veränderung im Sinne von „komplett anders“ nennen. Aber einzelne Aspekte der Ausrichtung, Entwicklung der Produkte, etc. haben sich natürlich schon entwickelt.

Wir haben zum Beispiel seit neustem ein Braugerät für den Hobbygärtner. Bis zur letzten Saison hatten wir ausschliesslich Brausysteme für Geschäftskunden.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir verkaufen Brausysteme einmalig und die Zusätze (Mikrobensubstrat und -nahrung) mehrmalig. Kurzfristig ist der Verkauf der Brausysteme sehr wichtig für uns. Der wiederholende Verkauf der Zusätze soll langfristig unseren Umsatz sichern.

Daneben ist es uns wichtig Beratung anzubieten. Wir finden ohne (Aus)Bildung können wir keine nachhaltige Veränderung herbeiführen.

Wie genau hat sich EDAPRO seit der Gründung entwickelt ?

Wir sind kein stark skalierbares Start-up im Softwarebereich. Da bekommen wir oft zu spüren, in Bezug auf das Interesse von möglichen Investoren. Somit fokussieren wir uns mehrheitlich auf uns selbst, gehen unseren Weg schrittweise. Das geht ein wenig langsamer. EDAPRO ist nicht unbedingt grösser geworden. Das Team ist noch gleich gross. Wir haben uns vor allem im Bereich der Produkte und des Angebotes entwickelt.

Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Genau. Team gleich gross. Umsatz ist leider nicht etwas, was wir in einem Interview bekannt geben.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

In einem Start-up lernst du, wenn du Dinge machst. Nicht in Eventualitäten herum studierst. Das ist manchmal hart, weil Dinge so echt schief gehen können. Aber es ist ein toller Weg, da man als Person und Team viel lernen kann.

Die richtige Priorisierung ist immer wieder ein guter Lehrer.

Corona hat und dann auch noch das eine oder andere gelehrt. Wir wollten an drei Messen teilnehmen, um uns und unser Start-up endlich mehr Personen vorzustellen. Genau in diesem Frühling kommt dann aber das Virus, welches alles drei Messen verunmöglichte. Auch das einbezahlte Geld für die Messen ist weg. Höhere Gewalt. Das ist manchmal hart, vor allem weil unsere Branche sehr saisonal aktiv ist, aber es gibt immer auch neue Chancen und diese gehen wir nun an.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Bootstrapping. Wir finanzieren uns selbst und haben zudem einen Wettbewerb von Agri&Co in St.Aubin gewonnen. Die finanzielle Unterstützung und die Möglichkeit bei Agri&Co zu forschen hilft uns aktuell die Aufwendungen zu begleichen.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Diese Saison wollen wir uns auf unser neues, kleinstes Brausystem konzentrieren. Das V15 Hobby für die Privatgärtner. Zudem haben wir einige neue Pilotprojekte in der Landwirtschaft und mit einer grossen Schweizer Stadt gestartet. Da sind wir echt gespannt drauf.

Vielen Dank für das Interview.

Danke Euch für die Chance mit Euch zu sprechen.

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